Meditation Erde

Meditation für die Erde

nimm eine Meditationshaltung ein,
bei der die Fußsohlen den Boden berühren

atme ein       atme ein       atme ein
atme aus       atme aus       atme aus

erspüren, beobachten:

Was berühren meine Fußsohlen?
Fließen, Gras, Holz, Sand, ein Teppich?
wie berühren meine Fußsohlen den Untergrund?
Mit jeder einzelnen Hautzelle oder sind da Lücken?

Was ist da, wenn ich nun die Augen schließe?
Etwas Hartes, etwas Weiches? Kälte oder Hitze?
ein Kribbeln vielleicht?

Was wäre wenn dieses Kribbeln – das nur
„im Augenblick“ zu erspüren ist – die Zwiesprache
mit der Erde ist, die ich mir immer gewünscht habe?

…ich verweile in diesem Austausch…

atme ein       atme ein       atme ein
atme aus       atme aus       atme aus

Wie ist es möglich, im Alltag in dieser Verbundenheit mit der Erde zu bleiben?

Meditation stürmisch

Meditation stürmisch

setz dich nieder zur Meditation

atme ein       atme ein       atme ein
atme aus       atme aus       atme aus

ich beobachte
stürmische Zeiten
stürmisches Leben
die Bäume und Gräser wiegen sich im Wind,
die, die nicht mehr elastisch sind, brechen

wie elastisch bin ich wohl,
um mich mit „meinen“ Stürmen zu wiegen,
einfach da zu sein
im Innersten lächelnd geduldig geschehen zu lassen,
was geschehen will

… ICH BIN PRÄSENZ …
wiederhole ich meditierend

atme ein       atme ein       atme ein
atme aus       atme aus       atme aus

nimm die Präsenz, die Du wahrhaftig bist, mit in Deinen Alltag!

Meditation Nicht-Tun

P1020681 Schwan Springbrunnen k

nimm Deine Meditationshaltung ein

atme ein       atme ein       atme ein
atme aus       atme aus       atme aus

atmen und in sich ankommen;

ich schaue – ist das etwas, was ich tue
oder tue ich es nicht, und es geschieht?

zur rechten Zeit am rechten Ort sein
und das rechte geschehen lassen
Tun ohne Absicht
und den Frieden darin genießen

ich schaue und bin angekommen

atme ein       atme ein       atme ein
atme aus       atme aus       atme aus

geh mit wachem Blick staunend durch den Alltag

… ein Wald voller Sterne…

heute ist mein Blogpost mal „anderer“ Art: Corinne Marina Rhyner macht Portrait-Gedichte:
wirf ihr ein Wort zu und sie macht mit ihrem Gewahrsein von Dir ein Gedicht
mit diesem Wort. Vorab: wir kennen uns nur über facebook, und zum Zeitpunkt
des Gedichts wiederum nur ein paar Tage!

Ich gab ihr „Aufregung“ und was dann kam, hat mein Sein zum Tanzen 
gebracht, jedes Wort, jede Wortkombination traf ins Zentrum, so aufregend,
prickelnd… aber lest gleich selbst…
Und als ich gelesen hatte, fiel mir ein Bild ein, das ich vor ca. einem
Jahr gemalt hatte und, wie ich finde, wunderbar passt.

Du bist nicht alleine heute.
Du schwebst und fliegst auf einem roten Teppich.
Deine Haare fliegen im Wind, du lachst herzlich.
Du lachst laut, du bist wild.
Wild und weit dein Flug durch die Gezeiten, einer Episode, die dich erfrischt.
Heute bist du wild und wachsam.
Du liebst durch alle Poren.
Deine Poren vibrieren, sie ahnen, sie lachen und sie schlottern mit dir,
vor Aufregung!
Dort draußen in dunkler Nacht, 
fliegst du durch Gezeiten, durch das Gewühl, einer imensen Sternenpracht.
Dein Herz pocht, deine Füße tanzen, tanzen auf dem roten Teppich,
während du in wildem Flug über die Länder deiner großartigen Schwestern rauschst. 
Dein Herz pocht, deine Füße tanzen.
Du ahnst, du weißt, die Lampen dort unten auf den Straßen, in den Gassen, 
zwischen den Häusern, werden bald nicht mehr leuchten.
Du weißt, du ahnst, es wird bald dunkel werden, dort unten auf Mutters Erde.
Doch in dir brennt ein Feuer, in dir leuchtet rot die Glut, es rauscht dein lebendiges Blut.
In dir leuchtet ein Wald voller Sternen.
Es pocht wild ein Herz, dass zu dir spricht, von den anderen die lachen,
von den anderen die tanzen, die fliegen, irgendwo zwischen Kosmos und den Sternen.
In dir spricht die Glut, die warme
und flüstert von Planeten, von den nahen und den fernen.
Von fliegenden Kometen.
Heute bist du wild.
Du bist bereit, sie alle zu bereisen, 
und überall dort, wo die Lichter ausgehen, schwingst du dein goldenes Hufeisen.
Heute fliegst du in der Macht der Gezeiten und willst für immer,
am liebsten so weiterschreiten.
Heute glüht dein Herz lichterloh
und das ganze Universum, 
leuchtet mit dir,
leuchtet hell und froh.

P1120283 rote Königin k